Eine Schule, irgendwo in Deutschland. Vier Mädchen treffen in einem Klassenraum zum Nachsitzen aufeinander. Schon bevor die Lehrerin erscheint, eskaliert die Situation. Frieda, eine der vier, dokumentiert in ihrem Tagebuch das Unglaubliche, lässt den Leser teilhaben an ihren Schuldgefühlen, ihrer inneren Zerissenheit - und an der Erfahrung, Grenzbereiche betreten zu haben, aus denen es kein Zurück mehr gibt. Ein Roman über Ausgrenzung, Gewalt und Mobbing.

 ISBN: 978-3837025699,52 Seiten, broschiert,  4,95 EURO Buch bei buecher.de bestellen

 

Rezensionen:

  • Ein tolles Buch. Dass es so kurz ist, irritiert zunächst, passt aber zur Thematik, scheint beinahe Programm. Das Buch ist wie ein Videoclip auf MTV, rasant und eindringlich.
    Positiv anzumerken sind auch die verschiedenen Anhänge: Aufbau des zugehörigen Theaterstücks (welchen man mitlesen sollte, auch wenn der Anhang nicht direkt zur Buchhandlung gehört), eine kurze Einführung zum Thema Mobbing und ein paar aufklärende Worte über die Bedeutung des Kopftuchs im islamischen Glauben machen das Buch für Schüler ab etwa 12 Jahren interessant.

    Die Sprache, die die Figuren in "Schuld" benutzen, ist hart, ihre Einstellung gegenüber ihren Mitschülern (und gegenüber sich selbst) rücksichtslos und ungerecht. Kaum zu ertragen ist die kalte Arroganz von Alisha, eines der Mädchen im Buch. Aber so spielt es sich wahrscheinlich ab in der Schule von heute. Das ist wahrscheinlich genau das, was unsere Kinder erleben. Diese Erkenntnis macht aus "Schuld" ein wichtiges Buch. Zum Glück dünn genug, dass auch Schüler es attraktiv finden könnten.
    5 Sterne!  (Bücherwürmchen, Stade, Quelle: buecher.de)
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  • Wollte das hier nur mal anmerken: Dieses Buch könnte hervorragend geeignet sein für Jugendliche mit einer Leseschwäche oder ADS - Es fasst auf seinen wenigen Seiten immerhin ein ganzes Theaterstück zusammen. Klasse.  (syndicate21, Quelle: amazon.de)
     
  • Eine traurige Geschichte, die hier beinahe beiläufig erzält wird. Frieda, die Hauptprotagonistin und Verfasserin des wohl imaginären Tagebuchs, das im Zentrum dieser (allerdings kurzen) Geschichte steht, hat - so scheint es zu Beginn - eine durchaus solide, stabile Beziehung zu Moral und Wertvorstellungen. Trotzdem gerät sie in den Sog von Machtausnutzung und Mobbing... und reflektiert über "Schuld", als es schon zu spät ist.
    Ich habe das Theaterstück gesehen und finde diese Umsetzung in einen Roman ziemlich gut gelungen. Ich nehme an, die Geschichte tut aber auch bei denjenigen Lesern ihre Wirkung, die sie noch nicht von der Bühne kennen.
    Das Buch ist ein bisschen wie eine Mischung aus Morten Rhues "Ich knall euch ab" und Dolf Verroens "Wie schön weiß ich bin". (Anne, Hamburg, Quelle: buecher.de)